
Der Blick in meine Restaurierungswerkstatt ...
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... macht es leicht zu erkennen, auf welche Fachgebiete und Objekte ich mich besonders spezialisiert habe: Fassung nennt man den Teil an Objekten, der als Farb- oder Vergolder-schicht über geschnitzte oder gestaltete Holzgegenstände, oder modellierte Formen aus Kreidemasse angelegt wurde, wie zum Beispiel bei:
Fassungen werden in den meisten Fällen mit einer Grundierung aus Kreidegrund aufgebaut, danach bemalt oder vergoldet. Oft sind diese Schichten unterhöhlt und beschädigt und müssen zumindest gefestigt, oft auch neu angelegt werden. Ergänzungen aus Holz, Ton oder Kreidemasse ( der Laie nennt es Gips) werden in meiner Werkstatt nachgeschnitzt, modellierend nachgeformt oder abgegossen. Vergoldungen in allen traditionellen und neuen Techniken, wie Ölvergoldung auf Mixtion, oder Brandweinvergoldung auf Leimpoliment und auf synthetischen Alternativen, werden ergänzt oder völlig erneuert. Besonders wertgelegt wird auf traditionelle alte Rezepte in der Herstellung der notwendigen Materialien. Beim Poliment wird gewissenhaft auf die stilepochengemäße Farbe und Beschaffenheit eingegangen.
Etwas über den Begriff „Patina“ Bei jeder Restaurierung lege ich wert darauf, dass die ergänzten Stellen in Farbe und Struktur der durch den Alterungsprozess bedingten Veränderung, bzw. Verschmutzung angeglichen wird. Objekte, die meine Werkstatt verlassen, werden nicht renoviert, also erneuert aussehen, sondern einen ästhetischen Gesamtzustand aufweisen, bei dem der Charme, den ich mit den Worten: „lebendige Oberfläche“ bezeichne, nicht durch die Restaurierung verloren ging. (Deshalb überlasse ich glanzvolle Neuvergoldungen der Vergolderbranche.) Andere Arten von Restaurierungen,
....übernehme ich ebenso gerne. In
einer seriösen Gruppe von Kollegen leiten wir alle Arbeiten untereinander
weiter, die unsere eigene Kompetenz überschreiten. |
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| Neufassungen | ||||
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Links: Dieser Christuskorpus wurde für seinen
neuen Aufent-haltsort im Freien mit einer witterungsbe-ständigen
Leinöltechnik komplett neu gefasst. |
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Als „Masse“ bezeichnet man die Oberflächenornamentik aus einer Kreide/Leim-Substanz, die auf ein Holzprofil aufgebracht wurde. Um die Jahrhundertwende setzten sich solche maschinellen Techniken der Verzierung immer mehr durch. Nach dem unvermeidlichen, altersbedingten Schrumpfungsprozess des Holzes, durch Austrocknung also, wird die ornamentierte Oberflächenstruktur locker. Sie reißt oder springt ab, wobei die Verzierungen meistens verloren gehen. Die nun fehlenden Teile werden, wenn möglich im Abdruck- und Abgussverfahren, in unserer Werkstatt reproduziert, neu eingefügt, neu vergoldet und in der Patina angepasst.
Hier sieht man die einzelnen Stadien der Restaurierung: |